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Prisma Kreditversicherung | Insolvenzen steigen in Europa auch 2010 weiter
„Die Anzeichen einer Erholung für 2010 sind ermutigend, doch werden die hohe Arbeitslo-senrate von 10% und die Zurückhaltung der Banken die Dynamik der Inlandsnachfrage noch mehrere Quartale lang bremsen“, erläutert Mertes. Die Wirtschaft dürfte im Gesamtjahr 2010 wieder um mehr als 2% wachsen, womit die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 61.000 fallen könnte (-4%).
Schweiz - Neue Rekordwerte
Die Zahl der Firmenpleiten stieg um 25,6% im Gleichschritt mit einer Serie von Schocks, de-nen die schweizer Wirtschaft ausgesetzt war: Der Inflationsanstieg bis Mitte 2008, der Kollaps des Außenhandels im Winter 2008-2009 (zeitweise verschärft durch die Aufwertung des Schweizer Franken) und die internationale Finanzkrise, die den Finanzplatz Schweiz beson-ders getroffen hat.
2010 wird die Schweiz vom erwarteten leichten Wirtschaftsaufschwung ihrer Handelspartner und einer relativen Normalisierung auf den Kapitalmärkten profitieren. Der private Konsum ist als robust einzuschätzen. Das BIP Wachstum wird 2010 mit weniger als 1% eher bescheiden ausfallen, kann aber eine Trendumkehr bei den Unternehmensinsolvenzen einleiten. Dessen ungeachtet werden die Pleiten 2010 mehr als 5.000 Unternehmen betreffen.
Frankreich - Insolvenzen auf Rekordniveau
Nach einer gerade noch positiven Performance im Gesamtjahr 2008 (+0,3%) brach die fran-zösische Wirtschaft im 1. Halbjahr 2009 ein. Im Gesamtjahr schrumpfte sie allerdings nur um 2%. Zeitgleich sind die Insolvenzen um etwa 17% gestiegen. „Auch für Frankreich wird 2010 eher ein Jahr des Übergangs sein als das des Aufschwungs – die Wirtschaft wird voraus-sichtlich nur um knapp 1% zulegen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte mit mehr als 68.000 Fällen hoch bleiben“, kommentiert Mertes.
