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News-Archiv

20.01.10 09:55 Alter: 3 Monate

Prisma Kreditversicherung | Insolvenzen steigen in Europa auch 2010 weiter

 

Tschechische Republik - Rezession und erhöhte Risiken

Mit der tschechischen Wirtschaft ging es Ende 2008 und Anfang 2009 genauso steil abwärts wie im restlichen Osteuropa. Konjunkturpakete im Ausmaß von 2% des BIP stützten Nach-frage und Beschäftigung. Trotzdem stiegen die Insolvenzen 2009 signifikant an (+40%), eine Tatsache, die allerdings auch auf ein geändertes Insolvenzrecht zurückzuführen ist.

Die Wirtschaft wird 2010 nur bescheiden wachsen (+1,5%). Der seit 2009 bestehende Auf-wärtstrend bei den Insolvenzzahlen dürfte bis Mitte 2010 anhalten und sich dann umkehren, womit sich die Zahl der Insolvenzen Ende 2010 bei rund 1.500 Fällen stabilisieren könnte.

Ungarn - Tiefe Rezession

Die bereits durch strukturelle Ungleichgewichte geschwächte ungarische Wirtschaft geriet durch die Weltfinanzkrise ernsthaft ins Strudeln. Finanzhilfen des IWF und der Europäischen Union, sowie eine Straffung der Budgetpolitik haben dazu beigetragen, das Misstrauen der Investoren in Grenzen zu halten. Die Wirtschaft ist 2009 um ca. 6,5% geschrumpft – das bedeutet den größten Rückgang im EU Raum. Das erklärt auch die zunehmende Zahl der Insolvenzen, die auf insgesamt 17.000 Fälle geschätzt wird.

Die Wirtschaft wird 2010 weiter schrumpfen. Die Exportentwicklung hängt von der Stärke des Aufschwungs in der Eurozone ab, insbesondere von Deutschland, wo 28% der ungarischen Ausfuhren hingehen. Der für die beiden nächsten Jahre vorgeschlagene Plan zur Stützung von Konjunktur und Beschäftigung könnte zur Stabilisierung der Insolvenzzahlen beitragen, wenn auch auf sehr hohem Niveau.  

Großbritannien - Höchste Insolvenzzahlen seit 15 Jahren


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