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20.07.12 15:32 Alter: 335 Tage

Euler Hermes: Internationale Konjunktur- und Insolvenzprognose Q3-2012

 

Erneute Abschwächung der Weltkonjunktur 2012, gefolgt von einer nur moderaten Erholung 2013. Firmeninsolvenzen nehmen wieder zu. 

Vor dem Hintergrund der weiter schwelenden europäischen Schuldenkrise haben sich die Perspektiven für die Weltkonjunktur seit dem Frühjahr wieder eingetrübt. Euler Hermes erwartet für 2012 eine erneute Abschwächung des globalen Wachstums auf 2,5%, nach einem Plus von 2,9% in 2011. Für 2013 wird mit einer nur moderaten Erholung auf 2,9% gerechnet. Der Ausblick 2012 bleibt uneinheitlich:

In den USA dürfte die Konjunktur in verhaltenem Tempo expandieren.

Der Euroraum durchläuft eine Rezession.

Die Konjunktur in den Schwellenländern verlangsamt sich, stützt aber weiterhin das globale Wachstum.

Der globale Insolvenzindex steht vor einem unerfreulichen Wiederanstieg. Er nimmt 2012 um 4% zu, nach einem Rückgang von 4% im Vorjahr. Maßgeblich dafür ist die Entwicklung in (Süd-) Europa:

Der Euroraum-Index steigt in 2012 um 14%, nach +7% in 2011, wobei der Index der Mittelmeerländer deutlich stärker anzieht (+20%).

In den USA setzt sich die positive Entwicklung mit einem Rückgang von 10% fort.

Der Ausblick bleibt fragil; die Risiken bleiben insgesamt deutlich abwärts gerichtet.

Deutschland: Verhalten positiver Ausblick – Ende des Insolvenzrückgangs 2012

Die fragile Lage der Weltwirtschaft, die sich angesichts der Turbulenzen im Euroraum erheblichen Abwärtsrisiken ausgesetzt sieht, lässt die Aussichten für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft allenfalls verhalten positiv erscheinen. Nach dem Wachstum von 3,1% in 2011 schwächt sich der BIP-Anstieg in 2012 auf 1,0% ab, gefolgt von einer Beschleunigung auf 1,7% in 2013.

Bei den Unternehmensinsolvenzen kommt der bislang positive Trend zum Stillstand. Nach dem Minus von 5,9% in 2011 wird die Zahl in 2012 voraussichtlich auf dem Vorjahresstand von 30.100 stagnieren (+0,0%). Die Summe der Not leidenden Forderungen dürfte deutlich um 85% auf 37 Milliarden Euro zunehmen. Grund für diese Entwicklung ist die steigende Anzahl größerer Insolvenzfälle.




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